Die neuen Juso-Vorsitzenden Nicole Wagner (5.v.l.) und Katja Reitmaier (6.v.l.) mit MdB Jella Teuchner (3.v.r.). „Wir wollen kein Atomkraftwerk in Pleinting“, dies ist die Botschaft, die die Jusos im Unterbezirk Passau von ihrer Jahres-haupt-versammlung mitnahmen.
Zusammen mit der Bundestagskandidatin Jella Teuchner diskutierten die Jugendlichen die möglichen Auswirkungen einer verlängerten Atom-Politik unter Schwarz-Gelb. Dabei sei dies nicht nur ein inszeniertes Schreckgespenst, vielmehr gibt es Planungen für einen möglichen Standort eines Atomkraftwerks in Pleinting. „Zusammen mit dem geplanten Endlager auf böhmischer Seite, keine 30 km entfernt von Passau, kann sich dies zu einer ernsten Bedrohung für die Region auswachsen, die so keiner für gut heißen kann“, so das einstimmige Credo der Jusos.
Vielmehr müsse man sich auch in Niederbayern für den Ausbau der erneuerbaren Energien einsetzen. Flächen für Photovoltaikanlagen gäbe es im ländlichen Raum genug. Viele im Landkreis Passau haben bereits davon profitiert. „Mit erneuerbaren Energien werden auch Arbeitsplätze geschaffen. Mittlerweile arbeiten mehr als 280.000 Menschen in diesem Zukunftsbereich. Die Roland Berger Unternehmensberatung erwartet, dass diese Zahl im Jahr 2020 auf etwa 400.000 bis 500.000 Menschen steigt.“ berichtete MdB Jella Teuchner. „Die Verantwortlichen seitens der bayerischen Staatsregierung müssen nur endlich aufhören die geplanten Projekte aus bürokratischen Gründen zu torpedieren.“ kritisierte sie weiter. Trauriges Beispiel hierfür ist die Gemeinde Ortenburg, in der seitens der CSU-Regierung gleich mehrere zukunftsweisende Vorhaben abgelehnt wurden. „Atomenergie ist aus ökonomischen, ökologischen und sicherheitspolitischen Gründen ein Auslaufmodell. Wir wollen nicht, dass die Laufzeiten der alten und anfälligen Reaktoren verlängert werden. Moderne Energiepolitik setzt auf Erneuerbare Energien. Deshalb fordern wir Jusos: Atomkraft aus – Zukunft an!“ fasst Juso-Vorsitzende Katja Reitmaier zusammen.
Auch galt es, einen neuen Vorstand zu wählen. Künftig wird der Unterbezirk von zwei Frauen geführt: Katja Reitmaier aus Passau und Nicole Wagner aus Salzweg wurden einstimmig an die Spitze gewählt. Unterstützt werden sie von den Beisitzern Alexander Schulze, Hannes Hügle, Ludwig Buchholz, Christian Kaiser und Claudia Roßgotterer. Andreas Winterer, der bis dahin mit Katja Reitmaier den Vorsitz führte, trat nicht noch einmal an. Der dritte Bürgermeister von Ortenburg wird sich künftig verstärkt in der SPD engagieren, dem neuen Vorstand aber weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen.