
Die Jusos mit Thomas Asböck (v.l.), Benjamin Lettl, Christian Haas, Katja Reitmaier, Alexander Schulze und Hannes Hügle fordern eine deutliche Verbesserung der Anbindung Passaus und Umgebung an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn.
Verkehr

Die Jusos mit Thomas Asböck (v.l.), Benjamin Lettl, Christian Haas, Katja Reitmaier, Alexander Schulze und Hannes Hügle fordern eine deutliche Verbesserung der Anbindung Passaus und Umgebung an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn.
Die Jusos Passau und Rottal-Inn begrüßen die Taktverdichtung im Zuge des Fahrplanwechsels der Deutschen Bahn auf den Strecken Passau – München und Passau – Mühldorf am Inn. „Dies ist eine eindeutige Verbesserung für Niederbayern.“ sind sich die Juso-Vorsitzenden Katja Reitmaier (Passau) und Christian Haas (Rottal-Inn) einig.
„Trotzdem gibt es noch erheblichen Korrekturbedarf.“ Deswegen stellen die Jusos einen Antrag an die SPD-Landtagsfraktion. Diese soll sich für eine deutliche Verbesserung der Anbindung Passaus und Umgebung an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn einsetzen. „Die aktuelle Lage ist sehr unbefriedigend: Die Strecke von Passau in Richtung Nürnberg ist stark ausbaubedürftig.“ erläutert Katja Reitmaier. „Selbst modernste ICEs können hier durchschnittlich nur mit max. 130 km/h fahren.“ Grund dafür sind zahlreiche nicht abgeschlossene Baustellen. Für die Strecke in Richtung München stellt sich die aktuelle Lage noch schlechter dar: Eine Fernverkehrsanbindung besteht hier nicht. Die Strecke wird ausschließlich vom Regionalverkehr bedient, was vollkommen unzureichend ist. Die Taktverbesserungen ab dem 13. Dezember 2009 weichen dem Problem einer fehlenden ICE-Verbindung damit lediglich aus.
Für den Vorsitzenden der Jusos Rottal-Inn, Christian Haas, steht vor allem im Vordergrund, dass weitere Bahnübergänge an der Rottalbahn gesichert werden um die Reisegeschwindigkeit zu erhöhen. „Die Rottalbahn braucht sowohl in Passau als auch in Neumarkt/St. Veit eine bessere Vertaktung mit den Anschlusszügen. Reisezeiten von Pfarrkirchen nach Regensburg (mehr als 3 Std. über Passau) oder nach Landshut (fast 2 Std. über Neumarkt/St. Veit) sind deutlich zu lange“, bekräftigt Christian Haas.
„Besonders wichtig ist uns“ so die Jusos unisono „zu betonen, wie brisant eine nachhaltige Optimierung der aktuellen Situation für die gesamte Region Ostbayern ist.“ Für Passau als Hochschul- und Tourismusstadt sowie für das Bäderdreieck ist eine schnelle und komfortable Erreichbarkeit beinahe von existenzieller Bedeutung. Ebenso für die gesamte Region ist es wichtig, näher an den „Rest der Welt“ heranzurücken und nicht an den Rand des deutschen Schienennetzes gedrängt zu werden. Gerade auch aus ökologischer Sicht ist hier eine Stärkung öffentlicher Verkehrsmittel notwendig. In der aktuellen Situation kann die Bahn jedoch häufig keine attraktive Alternative zum Auto bieten.
Die Jusos haben hier erheblichen Handlungsbedarf erkannt und fordern die Verantwortlichen im Bayerischen Landtag auf, sich für diese Verbesserungen verstärkt einzusetzen. Prominente Unterstützung erhalten sie dabei vom SPD-Fraktionsvize im Bundestag Florian Pronold: „Niederbayern darf nicht abhängt werden.“