Meine Vision 2030.

Mit Dir gemeinsam. Heute und Jetzt. Die Idee.

“Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.” Was Helmut Schmidt noch als Plädoyer für einen pragmatischen Politikstil propagierte, perfektioniert Angela Merkel zu einer alternativlosen Perspektivlosigkeit. Zugegeben, die Welt ist seit dem Ende des Kalten Krieges ziemlich komplex geworden, eine einfache “Freund/Feind”- oder “gut/böse”-Unterscheidung ist kaum noch möglich. Ich glaube, dass es drei zentrale Ereignisse gibt, die unsere Welt im 21. Jahrhundert dramatisch veränderten.

Der 11. September 2001 ist die Geburtsstunde eines neuen Zeitalters, das durch den internationalen Terrorismus und den weltweiten Kampf dagegen geprägt ist. Es werden gerade jetzt im Moment in so vielen Ländern der Welt Kriege geführt wie seit 1945 nicht mehr. Traditionelle Feindbilder sind verschwunden, Zusammenhänge werden immer undeutlicher, Lösungsansätze scheinen irgendwie nicht zu existieren.

Der 04. Februar 2004 ist die Geburtsstunde eines neuen Zeitalters, das die weltweiten Kommunikationsströme dramatisch verändert hat. Seit Facebook online gegangen ist, sind über 1,4 Milliarden Menschen auf dem Globus nur noch ein paar Klicks voneinander entfernt. Heute 15-Jährige sind 2000 geboren und in einer digitalisierten Welt aufgewachsen, die es so in der Menschheitsgeschichte vorher nicht gegeben hat.

Der 09. August 2007 ist die Geburtsstunde eines neuen Zeitalters, das dem bisherigen globalen Wirtschaftssystem die Legitimation geraubt hat. Mit dem Platzen zahlreicher Immobilienblasen wurden Milliarden Menschen enteignet, entmachtet, entwürdigt. Die Folgen sind so verheerend, dass mittlerweile ernsthaft über das Ende eines vereinten Europas diskutiert wird, das für die längste Friedensphase in der Geschichte unseres Kontinents verantwortlich ist.

Im 21. Jahrhundert wurden Freiheit und Sicherheit neu interpretiert, Kommunikation und Interaktion revolutioniert, die Grundlagen unseres globalen, kapitalistischen und neoliberalen Wirtschaftssystems zerstört. In den heimischen Wohnzimmern, auf der Timeline von Facebook und im Gezwitscher bei Twitter, auf den Stammtischen, in den Betrieben und Hörsälen, in den Parlamenten und auf den Straßen gehören Populismus und Fremdenhass wieder zum guten Ton, immer mehr Menschen wünschen sich “eine harte Hand”, die dem ganzen Unfug ein Ende bereiten. Und mittendrin steht Angela Merkel, ihre Hände zu einer Raute vereint, mit runtergezogenen Mundwinkeln in die Kameras blickend: Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, es ist alternativlos, aber macht euch keine Sorgen, ich kümmere mich darum.

Ich glaube, es ist an der Zeit, dieser alternativlosen Perspektivlosigkeit ein Ende zu setzen. Wenn ich Glück habe, stehen mir noch 50 Jahre meines Lebens bevor, und ich habe keine Lust zuzusehen, wie ein paar wenige die Grundlagen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens zerstören. Und wie mir geht es vielen. Immer wieder sitze ich mit meinen Freunden zusammen, immer wieder diskutieren wir über die gleichen Themen, immer wieder sind wir kurz davor zu resignieren, und immer wieder stehen wir auf und nehmen uns vor, die Dinge anzugehen und besser zu machen. Und wir glauben, so wie uns geht es vielen. Wir sind davon überzeugt: Die Zeit der Lethargie ist vorbei. Wir müssen endlich als Bürgerinnen und Bürger aktiv werden und die Zukunft selbst in die Hand nehmen. Wir müssen wieder über unsere Träume und Utopien sprechen, wir müssen wieder verrückte Ideen entwickeln und uns voller Tatkraft an die Umsetzung ranmachen! Wir haben es letztlich selbst in der Hand!

Wir sind jung und idealistisch. Wir wollen uns engagieren, Zeit mit Freunden verbringen, diskutieren und gestalten. Wir fragen uns immer wieder, wofür sich das alles lohnt, manchmal zweifeln wir an uns und unseren Ideen, dann bauen wir uns gegenseitig wieder auf und bestärken uns darin, dass es doch sein muss.

Wir glauben an die Freiheit. Wir träumen von einer gerechten Welt. Unsere Augen beginnen zu leuchten, wenn wir über eine solidarische Gemeinschaft sprechen. Wir meinen, dass es eine andere Art des Zusammenlebens geben kann. Weil nichts alternativlos ist. Und wir sind davon überzeugt, dass es Dir genauso geht!

Wir wollen wissen, was Dich antreibt! Wir wollen wissen, wofür Du Dich motivieren kannst, wovon Du träumst, was Du siehst, wenn Du in Deine Zukunft blickst! Wir wollen wissen, was Du Dir wünschst, was in Deiner Welt noch fehlt. Wir interessieren uns für Deine Vision 2030!

Und so geht´s: Diskutiere mit und lass uns teilhaben an Deinen Visionen! Schick uns ein paar Zeilen zu, male ein Bild, komponiere ein Lied, setz deiner Kreativität keine Grenzen! Nimm selbst in unserem Blog oder auf unserer Facebook-Seite an den Gesprächen teil, lass dich inspirieren und begeistere andere für Deine Ideen! Wir wollen nicht darüber herziehen, was alles schief läuft da draußen. Wir wollen endlich in die Zukunft blicken und es besser machen. Mit Dir gemeinsam. Heute und Jetzt.