Johannes Just weiterhin Juso-Chef im Unterbezirk Passau

Veröffentlicht am 21.02.2019 in Allgemein

Zum Jahresauftakt haben die Jusos aus Stadt und Landkreis Passau im Rahmen ihrer Unterbezirkskonferenz die Weichen für das neue Jahr gestellt und ihre neue Vorstandschaft gewählt. Zuvor hatte Vorsitzender Johannes Just noch die Ereignisse des vergangenen Jahres in seinem Rechenschaftsbericht präsentiert. Trotz dem schwierigen Jahr für die SPD ist es dem örtlichen Jugendverband der Partei gelungen, grundsolide politische Arbeit, eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit, weitreichende Transparenz und ein deutlich gesteigertes Maß an Aktivität zu leisten.

Aufgrund der Leistungen des vergangenen Jahres stand der Rechenschaftsbericht auch unter dem Motto „Neue Maßstäbe gesetzt“. Vor allem in der ersten Jahreshälfte standen die Passauer Jusos in der Debatte zur Großen Koalition im öffentlichen Interesse. Hier mobilisierten die Jungsozialisten auch weit über das Passauer Land hinaus gegen eine erneute Auflage der großen Koalition und warnten vor den Gefahren eines erneuten Bündnisses mit CDU/CSU. Durch die krachenden Wahlniederlagen in Bayern und Hessen hinterfragen die Jusos auch weiterhin die Frage der Koalition und sehen ihre Argumente aus der Debatte als größtenteils bestätigt.

Nach den Berichten erfolgte die Entlastung der Vorstandschaft einstimmig. Dank der positiven Bilanz des Vorjahres konnten die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten auch mit Rückenwind in die Neuwahlen der Vorstandschaft starten. Johannes Just wurde von der Konferenz erneut als Vorsitzender gewählt und dankt für die Unterstützung und das Vertrauen in seine Arbeit. Als Stellvertreter stehen ihm im nächsten Jahr Meike Gras und Georg Mitterbauer zur Seite. Als Schriftführer wurde erneut Rupert Jagode aus Pocking gewählt. Diese werden unterstützt von den Beisitzerinnen und Beisitzern Theresa Heumader (Passau), Daniel Sinani (Wegscheid), Luke Waterstraat (Passau), Christina Jagode (Pocking), Simon Berger (Vilshofen) und Nadja Becke (Passau).

Für das neue Jahr setzte sich die frisch gewählte Vorstandschaft auch gleich hohe Ziele, wie der neue und alte Vorsitzende Johannes Just verrät: „Zum einen wollen wir unsere verbandsinterne Arbeit auf die nächste Stufe heben. Durch digitale Beteiligungsmöglichkeiten und eine zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit wollen wir zeitgleich attraktiv für politisch interessierte Jugendliche sein und unseren Mitgliedern niedrigschwellige Möglichkeiten der Mitarbeit bieten. Aber auch politisch greifen wir im nächsten Jahr wieder richtig an: Wir werden mit zahlreichen Initiativen unsere SPD zur politischen Diskussion und Positionierung bewegen und für den nötigen frischen Wind in den Parteigremien sorgen. Im Europawahlkampf wollen wir uns auch vehement einbringen: Hier haben wir Jusos die Chance, der SPD eine größere Glaubwürdigkeit zu verschaffen. Denn wer kann nachvollziehbarer die Vorteile der EU mit Freizügigkeit und Währungsunion vertreten als die Generation, die schon im geeinten Europa aufgewachsen ist. Deshalb unterstützen wir die prominente Juso-Kandidatin Delara Burkhart und den Juso-Europaabgeordneten Tiemo Wölken ebenso wie unseren Eric Tylkowski vor Ort. Und letztlich werden in dem Jahr auch die entscheidenden Weichen für die Kommunalwahlen gestellt. Hier wollen wir Jusos inhaltliche Impulse setzen und uns strukturell, inhaltlich und personell einbringen. Das gilt sowohl für die perspektivreichen Mitglieder im Landkreis, als auch in der Stadt Passau, in denen zahlreiche Jusos auch in führenden Funktionen der Parteiortsvereine seit Jahren solide Arbeit leisten.“

Die neugewählte Stellvertreterin Meike Gras will auch weiterhin feministische Themen in der Verbandsarbeit integrieren: „Wir müssen weiterhin verstärkt frauenpolitische Themen auf die Agenda setzen. So können wir zum einen junge Frauen für Politik begeistern und zur Mitarbeit animieren, gleichzeitig werden wir aber auch unserer Verantwortung als feministischer Richtungsverband gerecht.“ Stellvertreter Georg Mitterbauer will sich in Zukunft wieder stärker auf Finanz- und Wirtschaftspolitik konzentrieren: „Hier gilt es für die SPD die eigenen Vorstellungen wieder klarer zu formulieren und eigene Ansätze zu entwickeln. Das Vorurteil die Sozialdemokratie besäße keine wirtschaftliche Expertise ist ohnehin nicht zu belegen, wir Jusos wollen hingegen unsere Stärke in dem Themenbereich betonen.“

Zum Abschluss der Konferenz wurden noch einige inhaltliche Anträge beschlossen. Die Bandbreite umfasste hier von den internationalen Beziehungen zu Russland und Polen über Gleichstellungspolitik hin zur gesellschaftlichen Relevanz zeitgenössischer Musik ein breites Spektrum. Mit diesen neuen Anregungen starten die Jusos in Stadt und Landkreis Passau optimistisch ins neue Jahr.